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DEUTSCHER BUNDESTAG
Ausschuss für Menschenrechte und Humanitäre Hilfe

Angelika Beer, MdEP
Nina Hagen
Konstantin Wecker
Professor Dr. Thomas Feltes M.A.
Renny Cushing (Vositzender der Organisation "Murder victim's Families for Human Rights")
Mike Farrell

DEUTSCHER BUNDESTAG
Ausschuss für Menschenrechte und Humanitäre Hilfe
- Sekretariat -

"Die weltweite Abschaffung der Todesstrafe ist seit langem ein Thema des Ausschusses für Menschenrechte und Humanitäre Hilfe und von Prof. Dr. Däubler-Gmelin. Der Ausschuss teilt die Auffassung, dass es sehr wichtig ist, immer wieder auf die Grausamkeit und Unwirksamkeit der Todesstrafe aufmerksam zu machen. Dazu wird auch die von Ihnen organisierte Tour von Juan Melendez durch Deutschland beitragen."
(Auszug aus einem Schreiben vom 23.1.06)
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Angelika Beer, MdEP

"Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Freundinnen und Freunde,
die Todesstrafe ist in höchstem Maße menschenverachtend und hat keinen Platz in einer zivilisierten Welt. Das Schicksal von Juan Melendez ist ein eindringliches Beispiel dafür, wie schnell Unschuldige in ihrem höchsten Menschenrecht, dem Recht auf Leben, Freiheit und Sicherheit, bedroht werden können.
Das Schicksal von Juan Melendez ist eines von vielen. Seit der Wiedereinführung der Todesstrafe in den USA kommen auf rund 1000 Hinrichtungen mehr als 120 Freisprüche von zu Unrecht bereits zu Tode Verurteilten. Gerade bei Kapitalverbrechen lässt der Wunsch, den Schuldigen dingfest zu machen, immer wieder die rechtsstaatliche Sorgfaltspflicht in den Hintergrund geraten. Statt Beweisen entscheiden Vorurteile oder gar Rassismus.
Die Todesstrafe muss weltweit abgeschafft werden - egal, ob in den USA, China, Russland oder im Iran. Wir GRÜNEN, aber auch das Europäische Parlament stehen im Kampf gegen die Todesstrafe eng an Eurer Seite.
In einer Zeit, in der bereits auf Verdacht gravierende Einschnitte in Menschen- und Bürgerrechte ermöglicht werden, setzt Ihr mit der Tour von Juan Melendez ein Zeichen für diese fundamentalen und unveräußerlichen Rechte. Dafür danke ich Euch von ganzem Herzen und bedauere sehr, dass ich an Eurer Veranstaltung in Hamburg nicht teilnehmen kann.
Mit herzlichen Grüßen
Angelika Beer

Zum Schreiben von Frau Beer als pdf-Datei
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Nina Hagen

"Liebe Freunde und Kollegen ! Ich kenne und ich schaetze Euch als engagierte Menschen für die Menschenrechte. Ich würde mich deshalb sehr freuen, wenn Ihr die Vortragsveranstaltung von Juan Melendez unterstützt , besucht und Euren Freunden davon erzaehlt !"
(http://ninahagen.beeplog.de/blog.pl?blogid=1508&sess=&year=2006&month=1&day=4)
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Konstantin Wecker

"[Ich] würde gerne herrn melendez kennen lernen. [...]
mit solidarischen grüßen
konstantin wecker"
(Auszug aus einem e-mail vom 5.1.06)
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Professor Dr. Thomas Feltes M.A.
Lehrstuhl für Kriminologie, Kriminalpolitik, Polizeiwissenschaft
Ruhr-Universität Bochum

"Herzlichen Glückwunsch den Organisatoren dieser Tour. Hoffentlich finden viele Menschen den Weg zu den Veranstaltungen. Durch einen solchen persönlichen Kontakt werden sicher mehr Menschen berührt und überzeugt als durch Briefe, Zeitungsartikel oder Vorlesungen."
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Renny Cushing
Vositzender der Organisation "Murder victim's Families for Human Rights"

(Zur deutschen Übersetzung)
"Juan Melendez is a critically important voice for the abolition of the death penalty. Released from Florida prison in 2002 after spending 17 years on death row for a murder he did not commit, Juan Melendez illustrates the risks of wrongful conviction and the wide- ranging damage that the death penalty causes. Death penalty abolitionists in the United States and worldwide count Juan Melendez among the movement’s most effective spokespeople. His heartfelt retelling of his own story combines with his clear articulation of the broad issues involved in the application of the death penalty.
Though Juan finally succeeded in proving his innocence and winning his release from death row, he has not turned his back on those who are still affected by the death penalty. Last October, Juan attended a ceremony that family members of people who have been executed throughout the United States held in Austin, Texas to mark the launch of a new project called “No Silence, No Shame: Organizing Families of the Executed.” I watched Juan embrace the mother of a man who had been executed in South Carolina in 2004. “That could’ve been my Mama,” Juan said.
As the son of a murder victim, I know how valuable it is when people who work for abolition of the death penalty are able to embrace the variety of people whom the death penalty affects. Juan Melendez suffered the pain of wrongful conviction and of losing 17 years of his freedom, yet he does not wish that pain on others; instead, he works to end the death penalty. I am the director of an international organization called Murder Victims’ Families for Human Rights, whose members have suffered the pain of losing a loved one to murder and who do not wish that pain on others; instead, we work to end the death penalty. We believe that the response to one human rights violation should not be another human rights violation, and that we honor victims by preventing violence, not by perpetuating it.
Renny Cushing
Executive Director
Murder Victims’ Families for Human Rights"


Deutsche Übersetzung des Textes von Renny Cushing:

Juan Melendez ist eine wichtige kritische Stimme für die Abschaffung der Todesstrafe. Entlassen aus dem Gefängnis in Florida im Jahr 2002, nachdem er 17 Jahre im Todestrakt verbracht hat für einen Mord, den er nicht begangen hatte, veranschaulicht Juan Melendez die Risiken von Fehlurteilen und den weitreichenden Schaden, den die Todesstrafe verursacht. Todesstrafengegner in den USA und weltweit zählen Juan Melendez zu den effektivsten Sprechern ihrer Bewegung. Die tief empfundene Erzählung seiner eigenen Geschichte ist kombiniert mit einer klaren Aussage hinsichtlich der breiten Fragen, die mit der Anwendung der Todesstrafe verknüpft sind.
Obwohl Juan am Ende Erfolg hatte, seine Unschuld nachzuweisen, und seine Freiheit aus dem Todestrakt zurückgewonnen hat, hat er denen, die immer noch von der Todesstrafe betroffen sind, nicht den Rücken gekehrt. Letzten Oktober nahm Juan an einer Feier teil, die Familienangehörige von Leuten, die in den Vereinigten Staaten hingerichtet worden sind, in Austin (Texas) abgehalten haben, um die Aufmerksamkeit auf ein neues Projekt zu richten, das den Namen trägt: "Kein Schweigen, keine Scham - Organisation von Familien Hingerichteter". Ich sah Juan die Mutter eines Mannes umarmen, der in South Carolina im Jahr 2004 hingerichtet worden war. "Das könnte meine Mutter sein", sagte Juan.
Als Sohn eines Mordopfer weiß ich, wie wertvoll es ist, wenn Leute, die sich für die Abschaffung der Todesstrafe einsetzen, in der Lage sind, die Bandbreite von Menschen zu umarmen, die die Todesstrafe betrifft. Juan Melendez litt unter den Schmerzen eines Fehlurteils und darunter, 17 Jahre seiner Freiheit zu verlieren, er wünscht diesen Schmerz nicht anderen, sondern arbeitet für ein Ende der Todesstrafe. Ich bin der Direktor einer internationalen Organisation mit dem Namen "Murder Victim's Families for Human Rights" ("Mordopfer-Familien für Menschenrechte"), deren Mitglieder die Schmerzen erlitten haben, einen geliebten Menschen durch Mord zu verlieren, und die nicht wollen, dass andere dieselben Schmerzen erleiden müssen. Stattdessen arbeiten wir für ein Ende der Todesstrafe. Wir glauben, dass die Antwort auf eine Menschenrechtsverletzung nicht eine weitere Verletzung der Menschenrechte sein darf, und wir ehren die Opfer, indem wir Gewalt verhindern und nicht Gewalt verfolgen.
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Mike Farrell
(US-amerikanischer Schauspieler)

(Zur deutschen Übersetzung)

"Thank you for the work you're doing to expose the utter inhumanity of the death penalty. I wish I could join you for this tour, but perhaps another time.
Here in the United States, a country that claims to be a world leader in the advancement of human rights, thoughtful people are embarrassed by the continued use of the death system, not only because it is inherently inhumane but also because its application is based on considerations of politics rather than any serious notion of justice.
As your tour with Mr. Melendez will attest, the capital system in America is rife with problems. It entraps the innocent, it is used disproportionately against the poor and people of color. The system is biased not only racially but geographically, in that the same crime results in a different penalty in different areas of our country.
While our constitution requires that those too poor to be able to afford an attorney to defend them must have one provided by the court, in too many instances the court-appointed attorney is untrained in capital defense or simply incompetent. And, because of the political pressure to "solve" serious crimes, police often find themselves so pushed to find a solution that they cut legal corners, often entrapping the innocent. By the same token, politically ambitious prosecutors sometimes become so lost in the desire to "win" a conviction that they engage in prosecutorial misconduct with a wrongful conviction the result.
Add to these problems the inevitability of human error and we find ourselves at the mercy of a system state-sponsored-homicide that has no place in a civilized society. I send my thanks to you for your work and offer my congratulations for your having the good sense to bring Juan Melendez to educate your countrymen and women."
(Auszug aus einem e-mail vom 12.1.06)


Deutsche Übersetzung des Textes von Mike Farrell:

"Vielen Dank für die Arbeit, die Sie tun mit dem Ziel, die extreme Unmenschlichkeit der Todesstrafe deutlich zu machen. Ich wünschte, ich könnte an der Tour teilnehmen, aber vielleicht geht es ein anderes Mal.
Hier in den Vereinigten Staaten, einem Land, das für sich beansprucht weltweit führend zu sein in der Durchsetzung der Menschenrechte, sind nachdenkliche Leute peinlich berührt von der fortgesetzten Anwendung der Todesstrafe. Nicht allein wegen der der Todesstrafe innewohnenden Unmenschlichkeit, sondern auch weil ihre Anwendung mehr auf politischen Überlegungen basiert als auf irgendeiner ernsthaften Vorstellung von Gerechtigkeit.
Ihre Tour mit Herrn Melendez wird belegen, dass das System der Todesstrafe in Amerika voll von Problemen ist. Es trifft Unschuldige, es wird unverhältnismäßig häufig gegen Arme und Farbige verhängt. Das System ist aber nicht nur in dieser Hinsicht voreingenommen, sondern auch in geographischer Hinsicht: Ein und dasselbe Verbrechen zieht eine unterschiedliche Strafe nach sich, je nach Gebiet oder Staat.
Während unsere Verfassung fordert, dass diejenigen, die zu arm sind einen Anwalt bezahlen zu können, einen vom Gericht bestellten Verteidiger bekommen, ist es real jedoch so, dass diese sich in zu vielen Fällen als unerfahren in der Verteidigung von Kapitalverbrechen oder schlechthin als inkompetent erweisen. Und aufgrund des politischen Drucks schwere Verbrechen aufklären zu müssen, findet sich nicht selten die Polizei selbst genötigt eine Lösung dergestalt zu finden, dass Grenzen der Legalität überschritten werden und es Unschuldige trifft. Manchmal steigern sich politisch ambitionierte Staatsanwälte so sehr hinein, einen Prozess gewinnen zu wollen, dass ihr missliches Engagement mit dem Resultat eines Fehlurteils endet.
Wenn man zu diesen Problemen noch die Unvermeidlichkeit menschlichen Versagens hinzunimmt, dann finden wir uns der Gnade eines Systems von staatlich finanzierter Tötung ausgeliefert, das keinen Platz mehr hat in einer zivilisierten Gesellschaft.
Ich übermittle Ihnen meinen Dank für Ihre Arbeit und gratuliere Ihnen zu der guten Idee, Juan Melendez nach Deutschland zu bringen, um Ihre Landsleute über die Todesstrafe in den USA zu informieren."
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